Leiterausbildung erfolgreich begonnen
3 Leutershausener Pfadfinder machten sich am 7.4.
auf den Weg nach Malsch. 5 Tage Einstiegskurs des Bezirks Mannheim-Bergstraße
lagen vor ihnen. Sie wußten zwar noch nicht, was sie erwarten würde,
kamen aber nichtsdestotrotz fröhlich am Morgen im evangelischen Jugendzentrum
von Malsch an. Ein Einstiegskurs bildet den Beginn der Leiterausbildung.
Auf dem Terminplan für die nächsten Tage standen Informationseinheiten
zu wichtigen Pfadfinderthemen und eine Streife. Während einer Streife versucht
eine Gruppe zu einem streng abgegrenzten Thema möglichst viele Informationen
zu sammeln. Im Verlauf der Streife sollten die Kursteilnehmer am eigenen Leib
erfahren, welche Schwierigkeiten sich bei so einer Streife ergeben können,
auf was zu achten ist, und wie man eventuelle Probleme umgehen kann.
Hierfür galt es zunächst ein geeignetes Thema zu finden. Davor wurde
in einer Informationseinheit, der Sinn von Groß- und Kleingruppe erklärt
und Verfahren zur Kleingruppenbildung vorgestellt. Danach teilten sich die Kursteilnehmer
freiwillig in drei Kleingruppen zu je 4 oder 5 Personen auf. Jede Kleingruppe
mußte sich als erstes einen Gruppennahmen aussuchen und dann einen Gruppensprecher
wählen, der die Kleingruppe im Kursrat vertreten sollte.
In die engere Auswahl als Streifenthema kamen 2 Themen: "Wie entsteht Wein"
und "Was passiert im Schlaf". Mit einer knappen Mehrheit in der Endabstimmung
gewann der "Wein". In den Kleingruppen mussten jetzt schnell Fragen
überlegt und Erkundigungen eingezogen werden, wer der Gruppe diese Fragen
beantworten könnte. Noch am selben Abend stand fest, dass am nächsten
Morgen eine Gruppe zum Winzer, eine Gruppe zu einer Weinprobe und die dritte
Gruppe nach Leutershausen fahren würde, um Monika Schmitt über ihre
Zeit als Weinkönigin zu befragen.
Neben dieser Streife wurden immer wieder Informationseinheiten durchgeführt.
Dabei wurde den Kursteilnehmern etwas über den Gründer der Pfadfidnerbewegung
- Baden-Powell -, Mitbestimmung und demokratische Elemente in der Pfadfinderei,
Aufbau von Bezirk und Diozöse, Strukturen in der DPSG, weltweite Pfadfinderbewegung
und Reflexionen erzählt. Leider blieb für rechtliche Grundsatzfragen
und ähnliche Themengebiete nicht mehr genug Zeit, so dass dieses wahrscheinlich
in Form eines Nachtreffens nachgeholt werden muß.
Neben diesen "offiziellen" Einheiten machte der Kurs allerdings nur
wenig gemeinsam. So waren Spiele in den Pausen mit der gesamten Gruppe eher
selten. Ein großangelegtes Volleyballspiel und ein Fußballspiel
mit allen Bergsträßlern und einigen Mannheimern bildete in dieser
Richtung eine Ausnahme. Die Leutershausener konnten ihren Spieltrieb aber nicht
gänzlich unterdrücken und fanden sich so zum Beispiel zu einem nächtlichen
Frisbee-Spiel auf der Wiese vorm Haus ein.
Gemeinsame Aktionen der Gruppe bildeten außerdem Morgenrunden, Nachtgedanken
und die ungezwungenen Gespräche am virtuellen Kamin. Hierbei wurden unterschiedliche
Auffassungen von Pfadfinderei besonders deutlich.
Den Abschluß der Streife und des Kurses bildete das Fest am letzten Abend,
bei dem die Ergebnisse der Streife auf unterschiedliche Weise präsentiert
werden sollten. Zunächst taten sich aber alle Kursteilnehmer am üppigen
kalten Büffet mit zum Streifenthema passender Weinbowle mit Zitronenstücken
gütlich. Danach folgten die sehr gelungenen Präsentationen der Ergebnisse
zum Beispiel in Form eines kleinen Peter-Lustig-Vorspiels. Den gemeinsamen Abschluß
bildete ein vom Leitungsteam vorbereitetes Quiz, in dem die einzelnen Kleingruppen
ihr erlerntes Wissen unter Beweis stellen konnten. Die gute Stimmung hielt sich
auch noch eine ganze Weile, so dass die einzelnen Kursteilnehmer erst sehr spät
zu Bett gingen.