Mit Seifenkisten auf die "Baustelle Zukunft"
Georgsfest der Pfadfinder in Leutershausen / Regenschauer setzte am Abend ein schnelles Ende

Leutershausen. (-) "Die Georgspfadfinder waren wohl mal wieder lieb". Mit diesen Worten kommentierte eine Besucherin den morgendlichen Sonnenschein zum Auftakt des Georgsfestes der Pfadfinder Leutershausen. Diesen bildete, wie jedes Jahr, der Gemeindegottesdienst, der von Pfarrer Michael Zimmer auf der Wiese vor dem Jugendheim in der Ladenburger Straße gehalten wurde. Dazu hatten die Pfadfinder das große Zelt "Heinz" aufgestellt (eine Leihgabe der Hemsbacher Pfadfinder), dieses mit zahlreichen Bänken bestückt und einen Freialtar mit Altarkreuz gebaut.

Das Thema des Gottesdienstes lautete, wie das des ganzen Festes, "Baustelle Zukunft". Es spielt auf die momentane Hauptbeschäftigung der Pfadfinder an, die nämlich dabei sind, ihr Jugendheim von Grund auf zu renovieren. Es soll aber auch verdeutlichen, daß die Zukunft der Menschen eine ewige Baustelle ist, die von allen aktiv gestaltet werden kann und muss. Pfarrer Michael Zimmer verglich in seiner Predigt den Pfadfinderstamm Leutershausen mit einem Weinstock, der wächst, sich ausbreitet und jedes Jahr, viele Generationen lang, Früchte trägt. So waren beim Gottesdienst und dem anschließenden Fest viele alte Stammesmitglieder anwesend, die mitgeholfen haben, das Jugendheim zu bauen, sei es als Gruppenmitglieder oder als Leiter.

Wie in jedem Jahr hatten die Stufen intern etwas für das Fest vorbereitet. Die Wölflinge (sieben bis 11 Jahre) boten ein Seifenkistenrennen an. Die Seifenkisten hatten sie in liebevoller Kleinarbeit in den vergangenen Wochen ausgesägt, bemalt und zusammengebaut. Die Jungpfadfinder (11 bis 13 Jahre) luden zum Sandburgen-Wettbauen ein. Zu diesem Zweck hatten sie extra einen großen Sandkasten auf der Wiese angelegt, in dem Groß und Klein den ganzen Tag begeistert buddelte.

Die Pfadfinderstufe (13 bis 16 Jahre) hatte ein "XXL-Wunsch-Yenga" gebaut. Jeder Besucher konnte seinen Wunsch auf einen Baustein schreiben und damit den Yenga-Turm erhöhen. Außerdem ging dieses Jahr die Verantwortung für den Pizza-Ofen von den Rovern auf die Pfadis über. Die Rover (17 bis 21 Jahre) kümmerten sich um die Kletterwand, eine Attraktion, die jedes Jahr begeisterte Anhänger findet. Natürlich waren auch die traditionellen Attraktionen wie Sprungtuch, Riesenrad und Erdball wieder stark umringt.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Neben der üblichen Palette gab es dieses Jahr als Novum ein vegetarisches Fetabrot, das begeisterte Abnehmer fand. Für die Zubereitung und den Verkauf der Speisen und Getränke hatten sich wieder zahlreiche Eltern bereit erklärt. Diesen galt der besondere Dank der Leiterrunde, da ohne solch tatkräftige Mithilfe das Fest in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Für den Service, das Spülen und Pizzabelegen und -backen waren die Gruppenmitglieder zuständig. Den jüngeren Gruppenmitgliedern blieb aber trotzdem noch genug Zeit, sich an den Attraktionen rund ums Jugendheim zu beteiligen.

Gegen Abend fand das Fest mit einem heftigen Regenschauer schließlich einen natürlichen Ausklang. Danach machten sich Leiter und Kinder daran, Haus, Garage und Wiese wieder in den Urzustand zu versetzen. Auch hierbei wurden sie von Eltern und Altleitern unterstützt. Fast vier Stunden später waren dann auch die letzten Gerüstteile weggefahren, der letzte Handgriff getan.

Hier noch ein paar Bilder: