Die Pfadfinder bewegen sich - auf der ganzen Welt
St.-Georgs-Fest in Leutershausen mit Gottesdienst, Ansprachen
und vielen Spielen auf der Wiese
Leutershausen. (e.d.) Zünftig gefeiert wurde bei den St.-Georgs-Pfadfindern anlässlich ihres Georgsfestes am Sonntag. Das nicht gerade freundliche Frühlingswetter tat dem Besuch keinen Abbruch. Alle Jungen und Mädchen der Pfadfinderstämme mit ihren Leitern hatten über den ganzen Sonntag in und um das Pfadfinderheim in der Ladenburger Straße mächtig zu tun.
Einmal im Jahr geben die Pfadfinder Einblick in ihre vielfältige Jugendarbeit, die sie getreu ihrem Schutzpatron und Vorbild, dem Heiligen Georg, verrichten. Von ihm wird die Legende vom Kampf mit dem Drachen erzählt. Der heilige Georg soll sich gegen todbringende Mächte eingesetzt und den Schwachen zu Seite gestanden haben. Das Fest zu seinen Ehren stand in diesem Jahr unter dem Motto: "Pfadfinder gestern und heute".
Eingeleitet wurde das Georgs-Fest am Vormittag mit einer Eucharistiefeier im Freien, die von Pfarrer Michael Zimmer zelebriert wurde. Die Pfadfinder hatten dafür eigens einen neuen Altar gebaut. Pfarrer Zimmer ging in seiner Predigt auf das Motto des Fests ein und hob hervor, dass die Arbeit der Pfadfinder schon immer von Verantwortung und Vertrauen getragen sein. Sie wollten erproben, wie weit und groß ihr Leben, ihre Welt ist, sagte der Geistliche. Ihr Tun mache sich an dem Vater der Pfadfinderbewegung Lord Robert Baden Powell fest. Die Christen und damit auch die Pfadfinder orientierten sich noch an einer weiteren Person - an Jesus Christus.
Stammes-Vorsitzender Markus Döhner freute sich über den guten Besuch, auch 40 Firmanden aus der St.-Bonifatius- und Herz-Jesu-Pfarrei aus Karlsruhe, die ein Firmandenwochenende im Kai-Urban-Haus in Oberflockenbach verbrachten, waren zu den Pfadfindern nach Leutershausen gekommen. Pfadfindertum habe nichts Statisches, es bewege sich vorwärts, getragen und beeinflusst von allen, die sich von dieser Bewegung hätten anstecken lassen, sagte Döhner. Die Pfadfinderbewegung habe Menschen auf der ganzen Welt angesteckt: junge und alte. Sie alle verbinde das gleiche Band. Pfadfinderbewegung sei Friedenserziehung. Junge Menschen lernten Chancen und Schwierigkeiten im Zusammenleben mit anderen kennen, und sie erprobten Möglichkeiten, Schwierigkeiten wie Konflikte, Unverständnis und Andersartigkeit zu beseitigen. Ein weiterer wichtiger Punkt sei der Glaube und Alltag zu leben. An den Zielen habe sich nichts geändert, sondern nur an den Umständen, in denen die Ziele verwirklicht würden. Gerade deshalb sei es wichtig, sich den Grundsatz der Natürlichkeit zu erhalten. In diesem Sinne wünschte Markus Döhner allen viel Freude beim Fest.
Und die gab es trotz schlechten Wetters in großem Maße. Doch zunächst wurde das Mittagessen eingenommen, wobei es neben den üblichen Grillspezialitäten auch im Wok zubereitetes asiatisches Gericht gab. Am Nachmittag ließen sich die Kinder und Jugendlichen nicht im Pfadfinderheim halten. Sie bevölkerten die große Wiese, benutzten die Wippe, versuchten sich an der Kletterwand und nahmen an verschiedensten Spielen teil. Natürlich wurde am Nachmittag auch der Kaffeetisch gedeckt und selbst gebackener Kuchen genossen.