Auf der Lahn, in der Lahn
und die Lahn um uns herum
- Jufi-Sommerlager der Pfadfinder aus Leutershausen –
Getreu dem
Motto von Baden-Powell: „Paddle your own canoe“ machten sich 22
wackere Jufis mit ihren 5 Leitern am 05. August auf den langen Weg ins Sommerlager.
Zunächst mit dem Zug nach Marburg, von dessen Hauptbahnhof es dann auf
kürzestem Weg zu Fuß zum ersten Zeltplatz ging.
Dort gab es erste Berührungen mit dem nassen Element – sowohl von
unten als auch von oben.
Ausgeruht wie wir waren galt es am nächsten Morgen die Kräfte auszuloten.
Trotz Fahranfängern auf dem Wasser hatten wir uns für den ersten Tag
20 Kilometer vorgenommen. Das bedeutete genug Zeit sich mit fast allen kleineren
und größeren Problemen beim Kanu fahren vertraut zu machen. Gott
sei dank schien die Sonne…
Am letzten Wehr trafen wir auf einen guten Geist, der uns bis zum nächsten
Zeltplatz begleitete. Er wies uns auf die speziellen Eigenheiten in punkto Übernachtungsmöglichkeiten
in unserem fernen und so unvertrauten Gastland Hessen hin, drückte dann
aber doch ein Auge zu. An diesem Zeltplatz verabschiedeten wir uns vorerst von
Tobi, für dessen Unterstützung wir uns hier nochmals bedanken wollen.
Am Montag paddelten wir dann nach 15 Kilometer über den Deich in den Dudenhofener
See, an dem eine wunderschöne Badewiese mit Sandstrand auf unsere Crew
wartete.
Am nächsten Tag hieß es: Action statt Romantik. Zum ersten Mal mussten
Wehre nicht umtragen werden, sondern konnten gediegen und stressfrei auf den
dafür vorgesehenen Bootsrutschen überbrückt werden- nahezu unfallfrei.
Nach diesen drei paddelintensiven Tagen kehrten wir Wasserratten für 24
Stunden an Land zurück. Dort konnte jeder den Schlampertag auf seine Weise
voll auskosten…
Gleich am darauf folgenden Tag ging es wieder ab auf die Lahn, wo die einen
mehr, die anderen weniger eine wasserdichte Tonne zu schätzen lernten.
Auch den Regen und den kalten Wind konnten wir mit spontaner Ufergymnastik heil
überstehen und verließen an diesem Tag den Fluss in Biskirchen.
Um die turbulenten Momente des Lagers besser verarbeiten zu können, verbrachten
wir den letzten Tag mit Besprechen, Versprechen und Gitarrenklängen am
Lagerfeuer.
Nach einer längeren Zugfahrt am kommenden Morgen konnten die Eltern ihre
erschöpften aber glücklichen Jufis am 12. August endlich wieder in
die Arme schließen.
Und
die Moral von der Geschicht:
„Alles nass – was ein Spaß“