Wanderlager der Pfadfinder Leutershausen
Nach langem Hin und Her hatte sich die Pfadi-Stufe
der DPSG-Leutershausen für Wandern im Elsass entschieden. Los ging es am
31.7. in Savern, einer Kleinstadt mitten im Elsass. Von dort aus wanderten die
sechs Pfadis und ihre drei Leiter schwer bepackt in Richtung Nord-Osten.
Am ersten Tag mussten nur wenige Kilometer zurückgelegt werden. Das Nachtlager
wurde auf einem Privatgrundstück am Stadtrand von Savern aufgeschlagen
und alle mussten sich erst einmal von den Reisestrapazen erholen.
Am nächsten Morgen brach die Gruppe gegen 10 Uhr auf. Eine Strecke von
20 km lag vor ihnen. Die ersten Kilometer gingen steil bergauf, sodass häufig
kleine Pausen eingelegt werden mussten, um bei der starken Hitze nicht auf der
Strecke zu bleiben. Erschöpft, aber glücklich die erste richtige Etappe
geschafft zu haben, schliefen am Abend alle ziemlich schnell ein.
Beim Erwachen am nächsten Morgen merkten alle erst einmal die Blasen an
den Füßen und den Muskelkater in den Beinen. Nachdem alle Wehwehchen
verarztet waren, ging es dann auch schon wieder weiter. Die Rucksäcke,
die zwischen 15 und 22 kg wogen, wurden geschultert und es ging im Gänsemarsch
den Berg hinauf. Die zweite Wanderung war nicht weniger anstrengend und die
heißen 35 Grad erleichterten das Wandern auch nicht besonders. Die Freude
war daher groß, als man am Abend einen Platz mit Bach fand. Die Rucksäcke
wurden abgelegt und alle sprangen in den Bach, um sich den Schweiß vom
Körper zu waschen. Frisch gewaschen und gestärkt saß man bis
spät in die Nacht zusammen. Um 0 Uhr packte eines der zwei Geburtstagskinder
seine Geschenke aus.
Am Morgen entschieden die Leiter die Tagesstrecke wegen der Hitze zu verkürzen.
Sie endete an einem Campingplatz. Nach dem Mittagessen hatten dann alle Freizeit.
Die meisten gingen an den nahegelegenen See. Die Ernüchterung nach der
anfänglichen Freude über das kühle Nass kam jedoch sehr schnell:
der See glich eher einem schlammigen Tümpel, in dem einem das Wasser höchstens
bis zum Bauch reichte. Am Abend saß man wieder lange zusammen und feierte
das zweite Geburtstagskind noch ein wenig.
Am nächsten Tag ging es für die Gruppe erst gegen Mittag weiter, die
Hitze ließ keine langen Strecken mehr zu. Die Pausen wurden immer länger
und so kämpfte man sich bis zum vorgesehenen Nachtlager vor. Es war ein
Platz mitten im Wald, keinem gefiel es so richtig, doch alle waren zu erschöpft
um nach einer Alternative zu suchen. Alle wussten: morgen wieder 20 km Fußmarsch.
Weil der Tag noch höhere Temperaturen versprach, wurden die Sachen schon
früh zusammengepackt. Alle waren völlig geschafft. Da kam ein schöner
Lagerplatz in der Nähe eines Reiterhofs natürlich sehr gelegen.
Am nächsten Morgen ließ ein kleiner Motivationsschub nicht lange
auf sich warten. Die deutsche Grenze war nur noch einen Katzensprung weit entfernt.
Dieses „Hindernis“ wurde ,nach den Strapazen der letzten Tage, mit
Leichtigkeit überwunden.
Zurück in Deutschland nahm man den Bus nach Dahn und von dort weiter nach
Busenberg. Für die letzte Nacht sollte es ein ganz besonderer Lagerplatz
sein: die Burg Drachenfels. Es wurde ein sehr schöner Abend, in dessen
Verlauf einige das Pfadi-Versprechen ablegten und Sternschnuppen gezählt
wurden.
Am nächsten Tag wurde die Heimfahrt mit dem Zug angetreten. Nach dem gemeinsamen
Abschluss am leutershausener Jugendheim ging jeder müde, aber sehr stolz
und zufrieden nach Hause. Alle waren sich einig: es war einfach ein tolles Lager.