Gaudiwettkämpfe ein Volltreffer

Leutershausen.(hr) Die Stände sind weitgehend abgebaut, die Bierbänke weggeräumt - nur wenig erinnerte gestern noch an die zwei Festtage im Handballdorf. Allmählich kehrt wieder Ruhe in Hause ein.

Für den Organisationsleiter Walter Scholl der beste Zeitpunkt aufzuatmen und Bilanz zu ziehen. "Die Resonanz war gut und daher bin ich zufrieden." Etwas Pech hatten die Flohmarktbetreiber am Samstag. Zur Freude Scholls blieben einige Hartgesottene aber bis zum Schluss und ließen sich durch die Regenschauer nicht abschrecken.
Kaum Rangeleien, wenig Betrunkene unter den Straßenfestbesuchern sowie weniger Rucksacktouristen wertet Scholl ebenfalls als positiv. Einen Volltreffer landete das Organisationsteam mit den so genannten Gaudispielen. Sowohl das dritte Seifenkistlrennen als auch der erstmals veranstaltete Zweikampf zwischen Vereinsvertretern und Gemeinderäten lockte die Zuschauer und bereitete allen großen Spaß. Neben dem Heisemer Zweikampf gab es eine weitere Premiere bei der diesjährigen Auflage des Straßenfestes. Für Scholl, der seit zwölf Jahren der Kopf der Organisation ist, ging damit sogar ein Traum in Erfüllung. Er wünschte sich schon immer ein Bühnenprogramm an der Markthalle. Mit der Leutershausener AC/DC-Coverband Raw Rhythm konnte Scholl diesen Traum endlich realisieren. Zwar wurden dabei die Ohren so mancher Anwohner strapaziert, Scholl bat jedoch um Verständnis. Gleichzeitig kündigte er schon gestern an, dass er eine Zusage der Gruppe für einen erneuten Auftritt im nächsten Jahr vorliegen hat. Immer wieder etwas Neues zu präsentieren, so bleibt das Straßenfest interessant - getreu diesem Motto will der Organisationsleiter auch in Zukunft vorgehen. Zu diesem Zweck sucht er permanent den Kontakt zu den teilnehmenden Vereinen. Auch am gestrigen Montag machte er sich wieder auf den Weg, um bei den Vereinsvertretern die Stimmung einzuholen. Heuer waren es immerhin 13 teilnehmende Gruppierungen, darunter mit den Heisemer Löwen und der Gruppe Raw Rhythm auch zwei neue. Am Ende galt Scholls Dank allen Vereinen sowie den knapp 300 Helfern.