In, um und vor allem unter Bad Urach
Leitertreffen der Leutershausener Pfadfinder / Auf der Suche nach den Wurzeln
Leutershausen.
(zg) Dieser Tage machten sich 12 Leiterinnen, Leiter und sogenannte freie Mitarbeiter der Pfadfinder auf den Weg zu ihrem Leiterunternehmen in der Schwäbischen Alb. In Bad Urach fanden sie Unterkunft in dem katholischen Gemeindehaus. Das Thema dieses Leiterunternehmens lautete "Back Under The Roots". Unter diesem Motto untersuchten die Pfadfinder mehrere Höhlen dieser Gegend, aber auch ihre christlichen und pfadfinderischen Wurzeln. Gleich am Samstag wurden die ersten Höhlen "befahren". Wegen der Regenfälle am Vortag war die Besichtigung der Totzburger Höhle jedoch nicht möglich. Dafür wurden die Leiter allerdings mit der Schillerhöhle unter der Ruine Hohen Wittlingen entschädigt. Hier war zum ersten Mal stark die Teamarbeit gefordert, als einige Teilnehmer wegen ihres schlechten Schuhwerks über einen kleinen Höhlensee getragen werden mußten.Durch die fehlgeschlagene Besichtigung der Totzburger Höhle mußte an diesem Tag eine Nachtschicht eingelegt werden. In der Gönningershöhle konnten die zuvor erlernten Abseil- und Aufstiegstechniken erprobt werden. Da entgegen der Erwartung des Vorbereitungsteams nahezu alle Leiter den Abstieg wagten, kehrten die Pfadfinder erst gegen vier Uhr morgens zu ihren Schlafsäcken zurück.
Am nächsten Tag erfolgte die "Befahrung" der Gustav-Jakobs-Höhle. Jetzt konnten auch die letzten Leiter inklusive des Nachzüglers wieder einmal so richtig dreckig werden. Die Höhle war nämlich stellenweise so eng, daß einige doch den starken Verdacht hegten, irgendwo stecken zu bleiben. Spätestens jetzt waren alle sehr glücklich über ihre Ausrüstung, bestehen aus Helm, Stirnlampe und strapazierfähiger Kleidung. Auch die obligatorische Tafel Schokolade nach jeder erfolgreichen Befahrung versüßte den Leitern das Leben. Besonders angenehm war auch das reichhaltige Buffet. An diesem Tag wurde nach vielen Jahren auch wieder ein Leiterversprechen durchgeführt. Zu dessen Vorbereitung versuchten die Leiter, in einem Schriftgespräch der Frage auf den Grund zu gehen, was Pfadfinder ausmacht. In der malerischen Landschaft neben den Stromschnellen eines Flusses legten sechs Leiter ihr Versprechen ab. Am letzten Tag feierten die Leiter zusammen eine Agapefeier. Nach dem Putzen begaben sie sich dann auf den Heimweg. Auf dem Rückweg machten sie allerdings noch einmal Halt, um die Leichinger Tiefenhöhle, die einzige Schauhöhle Deutschlands, die eine Schachthöhle ist, zu besichtigen.
Für das sehr gelungene Wochenende bedankten sich alle Leiter abschließend noch einmal bei dem Vorbereitungsteam, bestehend aus Gaby Mihlan-Penk, Bernd Ludewig und Ulrich Thaler, und bei den unermüdlichen Küchenmeistern Fabian Stöcklin und Frank Kanzler. Zwei Wörter begleiteten die Leiter besonders durch das Wochenende, nämlich Vertrauen (ein Wort, das für alle Anwesenden ganz neue Dimensionen gewonnen hat) und "Ups": Ein Wort, das so schnell keiner der Leiter mehr hören möchte.