Wölflings-Sommerlager in einem unbekannten Land, 29.07 bis 02.08.09
Am 29.07.09
machten sich zwölf Wölflinge mit ihren drei Leitern auf den Weg nach Löhrbach.
Dort angekommen begegneten ihnen auch gleich drei streitlustige Herrschaften,
Mr. Mitchell Morgan, Admiral Johann-Gustav von Klinkehofen und Herzogin
Mathilde von Baden. Vor 50 Jahren hatten diese das Land, auf dem der Zeltplatz
liegt, zusammen entdeckt. Allerdings konnte sich noch kein Name für das
Fleckchen Erde finden, denn immer waren die drei komischen Gestalten am
Streiten und Diskutieren. Als die Wölflings-Meute das unbekannte Land betrat,
war eis sofort klar: die Kinder sollten das Problem lösen!! In zwei Gruppen,
Pfefferminz und Erdbeere, kämpften sie sich durch knifflige Aufgaben. um sich würdig
zu erweisen, das Land zu taufen.
Der Donnerstag startete mir einer Erkundung des gesamten Gebiets. Es galt, Wälder,
Wiesen, Bäche zu entdecken und zusammen mit Himmelsrichtungen und
Höhenunterschieden zu einer Landkarte zusammenzufügen. Anschließend sollte jede
der beiden Gruppen einen Not-Unterstand im Wald bauen. Und als waschechte
Pfadfinder wurde auch diese Aufgabe erfolgreich gemeistert. Ihren Spürsinn
konnte die Rasselbande dann beweisen, als sie von ihren Leitern mit
verbundenen Augen im Wald ausgesetzt wurden. Mithilfe der erstellten Karte und
einem Kompass mussten sie zum Zeltplatz zurückfinden. Ohne größere Umwege
gelangten alle sicher zurück und übten sich anschließend im
Kokosnuss-Speed-öffnen. Keine leichte Aufgabe, aber auch das schafften unsere
Wölflinge mit Bravour.
Freitags spielten wir das große Taktikspiel Schmuggler mit spektakulären Stürzen und
großen Verfolgungsjagden. Danach ging’s ab ins Birkenauer Freibad – das wohl
größte Ereignis an diesen Tag. Mit viel Wassermelone und noch mehr Eis
verbrachten wir einen schönen warmen Tag, der mit einer Nachtwanderung enden
sollte. Einer Nachtwanderung, die sich als weitere Aufgabe für die beiden
Gruppen herausstellte. Denn der Sparkassen-Angestellte Marco Dietrich, getarnt
als Landstreicher, schnüffelte mal wieder auf dem unbekannten und unbenannten
Land herum, um den drei Entdeckern ihr Land streitig zu machen. Doch die Kinder
machten ihn einen dicken Strich durch die Rechnung, indem sie in einfingen und
alle Pläne seines großen Bauvorhabens verbrannten.
Das letzte und entscheidende Spiel fand samstags statt. Ein großer Fährtenlese-Wettbewerb
führte zum Punkteausgleich zwischen Pfefferminz und Erdbeere. Alle zusammen
hatten sich würdig erwiesen und Mr. Morgan, Admiral von Klinkehofen und die
Herzogin von Baden äußerst zufrieden gestellt. In selbstständiger
Gemeinschaftsarbeit gab die Wölflings-Meute dem Land den Namen „Tree-Tent-City“
und hisste die Flagge am selbstgebauten Bannermast. Der Abend endete mit
Würstchen, Stockbrot und Marshmallows am Lagerfeuer und wurde gekrönt durch die
Versprechens-Feier auf offenem und windigem Feld.
Ein pfadfindertypisches Lager ging zu Ende und hinterließ für alle Zeiten das Land
der streitlustigen Herrschaften mit dem fabelhaften Namen Tree-Tent-City.