Leiterausbildung erfolgreich begonnen

Erschienen am 15. April 2001 in Berichte

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3 Leutershausener Pfadfinder machten sich am 7.4. auf den Weg nach Malsch. 5 Tage Einstiegskurs des Bezirks Mannheim-Bergstraße lagen vor ihnen. Sie wußten zwar noch nicht, was sie erwarten würde, kamen aber nichtsdestotrotz fröhlich am Morgen im evangelischen Jugendzentrum von Malsch an. Ein Einstiegskurs bildet den Beginn der Leiterausbildung.
Auf dem Terminplan für die nächsten Tage standen Informationseinheiten zu wichtigen Pfadfinderthemen und eine Streife. Während einer Streife versucht eine Gruppe zu einem streng abgegrenzten Thema möglichst viele Informationen zu sammeln. Im Verlauf der Streife sollten die Kursteilnehmer am eigenen Leib erfahren, welche Schwierigkeiten sich bei so einer Streife ergeben können, auf was zu achten ist, und wie man eventuelle Probleme umgehen kann.
Hierfür galt es zunächst ein geeignetes Thema zu finden. Davor wurde in einer Informationseinheit, der Sinn von Groß- und Kleingruppe erklärt und Verfahren zur Kleingruppenbildung vorgestellt. Danach teilten sich die Kursteilnehmer freiwillig in drei Kleingruppen zu je 4 oder 5 Personen auf. Jede Kleingruppe mußte sich als erstes einen Gruppennahmen aussuchen und dann einen Gruppensprecher wählen, der die Kleingruppe im Kursrat vertreten sollte.
In die engere Auswahl als Streifenthema kamen 2 Themen: „Wie entsteht Wein“ und „Was passiert im Schlaf“. Mit einer knappen Mehrheit in der Endabstimmung gewann der „Wein“. In den Kleingruppen mussten jetzt schnell Fragen überlegt und Erkundigungen eingezogen werden, wer der Gruppe diese Fragen beantworten könnte. Noch am selben Abend stand fest, dass am nächsten Morgen eine Gruppe zum Winzer, eine Gruppe zu einer Weinprobe und die dritte Gruppe nach Leutershausen fahren würde, um Monika Schmitt über ihre Zeit als Weinkönigin zu befragen.
Neben dieser Streife wurden immer wieder Informationseinheiten durchgeführt. Dabei wurde den Kursteilnehmern etwas über den Gründer der Pfadfidnerbewegung – Baden-Powell -, Mitbestimmung und demokratische Elemente in der Pfadfinderei, Aufbau von Bezirk und Diozöse, Strukturen in der DPSG, weltweite Pfadfinderbewegung und Reflexionen erzählt. Leider blieb für rechtliche Grundsatzfragen und ähnliche Themengebiete nicht mehr genug Zeit, so dass dieses wahrscheinlich in Form eines Nachtreffens nachgeholt werden muß.
Neben diesen „offiziellen“ Einheiten machte der Kurs allerdings nur wenig gemeinsam. So waren Spiele in den Pausen mit der gesamten Gruppe eher selten. Ein großangelegtes Volleyballspiel und ein Fußballspiel mit allen Bergsträßlern und einigen Mannheimern bildete in dieser Richtung eine Ausnahme. Die Leutershausener konnten ihren Spieltrieb aber nicht gänzlich unterdrücken und fanden sich so zum Beispiel zu einem nächtlichen Frisbee-Spiel auf der Wiese vorm Haus ein.
Gemeinsame Aktionen der Gruppe bildeten außerdem Morgenrunden, Nachtgedanken und die ungezwungenen Gespräche am virtuellen Kamin. Hierbei wurden unterschiedliche Auffassungen von Pfadfinderei besonders deutlich.
Den Abschluß der Streife und des Kurses bildete das Fest am letzten Abend, bei dem die Ergebnisse der Streife auf unterschiedliche Weise präsentiert werden sollten. Zunächst taten sich aber alle Kursteilnehmer am üppigen kalten Büffet mit zum Streifenthema passender Weinbowle mit Zitronenstücken gütlich. Danach folgten die sehr gelungenen Präsentationen der Ergebnisse zum Beispiel in Form eines kleinen Peter-Lustig-Vorspiels. Den gemeinsamen Abschluß bildete ein vom Leitungsteam vorbereitetes Quiz, in dem die einzelnen Kleingruppen ihr erlerntes Wissen unter Beweis stellen konnten. Die gute Stimmung hielt sich auch noch eine ganze Weile, so dass die einzelnen Kursteilnehmer erst sehr spät zu Bett gingen.

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