Wanderlager der Pfadfinder Leutershausen

Erschienen am 15. August 2003 in Berichte

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Nach langem Hin und Her hatte sich die Pfadi-Stufe der DPSG-Leutershausen für Wandern im Elsass entschieden. Los ging es am 31.7. in Savern, einer Kleinstadt mitten im Elsass. Von dort aus wanderten die sechs Pfadis und ihre drei Leiter schwer bepackt in Richtung Nord-Osten.
Am ersten Tag mussten nur wenige Kilometer zurückgelegt werden. Das Nachtlager wurde auf einem Privatgrundstück am Stadtrand von Savern aufgeschlagen und alle mussten sich erst einmal von den Reisestrapazen erholen.
Am nächsten Morgen brach die Gruppe gegen 10 Uhr auf. Eine Strecke von 20 km lag vor ihnen. Die ersten Kilometer gingen steil bergauf, sodass häufig kleine Pausen eingelegt werden mussten, um bei der starken Hitze nicht auf der Strecke zu bleiben. Erschöpft, aber glücklich die erste richtige Etappe geschafft zu haben, schliefen am Abend alle ziemlich schnell ein.
Beim Erwachen am nächsten Morgen merkten alle erst einmal die Blasen an den Füßen und den Muskelkater in den Beinen. Nachdem alle Wehwehchen verarztet waren, ging es dann auch schon wieder weiter. Die Rucksäcke, die zwischen 15 und 22 kg wogen, wurden geschultert und es ging im Gänsemarsch den Berg hinauf. Die zweite Wanderung war nicht weniger anstrengend und die heißen 35 Grad erleichterten das Wandern auch nicht besonders. Die Freude war daher groß, als man am Abend einen Platz mit Bach fand. Die Rucksäcke wurden abgelegt und alle sprangen in den Bach, um sich den Schweiß vom Körper zu waschen. Frisch gewaschen und gestärkt saß man bis spät in die Nacht zusammen. Um 0 Uhr packte eines der zwei Geburtstagskinder seine Geschenke aus.
Am Morgen entschieden die Leiter die Tagesstrecke wegen der Hitze zu verkürzen. Sie endete an einem Campingplatz. Nach dem Mittagessen hatten dann alle Freizeit. Die meisten gingen an den nahegelegenen See. Die Ernüchterung nach der anfänglichen Freude über das kühle Nass kam jedoch sehr schnell: der See glich eher einem schlammigen Tümpel, in dem einem das Wasser höchstens bis zum Bauch reichte. Am Abend saß man wieder lange zusammen und feierte das zweite Geburtstagskind noch ein wenig.
Am nächsten Tag ging es für die Gruppe erst gegen Mittag weiter, die Hitze ließ keine langen Strecken mehr zu. Die Pausen wurden immer länger und so kämpfte man sich bis zum vorgesehenen Nachtlager vor. Es war ein Platz mitten im Wald, keinem gefiel es so richtig, doch alle waren zu erschöpft um nach einer Alternative zu suchen. Alle wussten: morgen wieder 20 km Fußmarsch.
Weil der Tag noch höhere Temperaturen versprach, wurden die Sachen schon früh zusammengepackt. Alle waren völlig geschafft. Da kam ein schöner Lagerplatz in der Nähe eines Reiterhofs natürlich sehr gelegen.
Am nächsten Morgen ließ ein kleiner Motivationsschub nicht lange auf sich warten. Die deutsche Grenze war nur noch einen Katzensprung weit entfernt. Dieses „Hindernis“ wurde ,nach den Strapazen der letzten Tage, mit Leichtigkeit überwunden.
Zurück in Deutschland nahm man den Bus nach Dahn und von dort weiter nach Busenberg. Für die letzte Nacht sollte es ein ganz besonderer Lagerplatz sein: die Burg Drachenfels. Es wurde ein sehr schöner Abend, in dessen Verlauf einige das Pfadi-Versprechen ablegten und Sternschnuppen gezählt wurden.
Am nächsten Tag wurde die Heimfahrt mit dem Zug angetreten. Nach dem gemeinsamen Abschluss am leutershausener Jugendheim ging jeder müde, aber sehr stolz und zufrieden nach Hause. Alle waren sich einig: es war einfach ein tolles Lager.

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