Von 24, die auszogen, dass Fürchten zu lernen

Erschienen am 9. Februar 2004 in Berichte

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Hüttenwochenende der Leutershausener Jufis in Freiolsheim

Am Freitag, den 16.01.04, machten sich 20 Jufis mit ihren Leitern von Leutershausen auf den Weg nach Freiolsheim (bei Karlsruhe) in das Sepp-Klumpp-Haus, um im Hüttenwochenende das Grauen in einer neuen Dimension zu erleben.

Nachdem die Zimmer belegt, die Betten bezogen und jeder seinen Teller (endlich) leer gegessen hatte, brachen wir zur Geisterstunde in den Freiolsheimer Wald auf. Trotz dunkelster Nacht kannten die Jufis (noch) keine Furcht und ließen alle Bedenken sowie die Taschenlampen in dem schützenden Haus zurück. Aber kaum um die erste Biegung raschelte und knackte es im Unterholz. Der Wald wurde immer dichter und im Fackelschein sahen wir einen geheimnisvollen Mann, der eine alte Kiste vergrub. Von den Jufis aufgeschreckt, stob er davon, aber nicht ohne uns vorher zu verfluchen. Aber der Rückweg wurde keineswegs geruhsam. Auf einmal waren von überall Schritte zu hören. Wir konnten aber immer nur schemenhafte Gestalten durch den Wald brechen sehen. Von Geschrei und Verwünschungen verfolgt, konnten wir uns schließlich ins sichere Haus flüchten und dort das Geheimnis der alten Kiste lüften.

In ihr fanden wir eine Perlenkette und einen Fluch. Unter einem doppelten Boden war allerdings auch eine Beschreibung, wie der Fluch zu brechen sei.

So stand das „Programm“ für den nächsten Tag auch schon fest, denn wer will schon einen Fluch auf sich lasten haben. In 7 Aufgaben galt es unsere reinen Herzen und gute Absichten zu beweisen. Wir mussten die Aufgaben der Magd erfüllen, die ursprünglich den Fluch ausgesprochen hatte. An ihrer Stelle sollten wir Feuerholz sammeln, Seile knüpfen, Krabbel- und Spinnengetier sammeln, eine Sänfte bauen, für Unterhaltung sorgen und noch vieles mehr.

Nachdem all diese Aufgaben erledigt waren, musste noch bei Mondschein die Kette vergraben werden. Und so zogen wir wieder im Dunkeln in den Freiolsheimer Wald um den Fluch endgültig zu bannen.

Jetzt konnten wir feiern. Und in Gruselverkleidungen beim Festmahl konnten wir unsere Rettung genießen. Bei Spielen wie den „Samstagsmalern“ und „Mord in der Disco“ vergaß wohl auch der letzte seine Sorgen vor dem Fluch.

Nach dem Gottesdienst am nächsten Morgen, hieß es dann leider schon wieder an den Aufbruch denken. So putzen wir das Sepp-Klumpp-Haus und machten uns nach einer letzten Stärkung auf einen erlebnisreichen Heimweg (ob der Fluch wohl doch noch auf uns lastete?). Aber schließlich waren alle 24, die ausgezogen waren, das Fürchten zu lernen, nach einem „grauenvollen“ Wochenende glücklich und zufrieden, wenn auch ein bißchen müde zu Hause.

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