– Ein Jahr Stammeslager auf Peters Hof –

Erschienen am 30. September 2009 in Berichte

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Leutershausener Pfadfinder gehen aufs Stammeslager

Dienstagmittag 13:30 Uhr: Knapp 50 Pfadfinder warten gespannt vor ihrem Jugendheim darauf, dass das Stammeslager losgeht. Bunt gemischt aus allen Altersstufen setzen sich wie immer die Teilnehmer des Stammeslagers zusammen.
Dieses Mal sind sie unter dem Motto „Ein Jahr Stammeslager auf Peters Hof“ unterwegs nach Erbuch auf den Petershof. Dort wollen die Stufen in von ihnen vorbereiteten Spielen die Jahreszeiten erleben. Doch zunächst musste Haus und Umgebung erkundet werden. In einem Kennenlernspiel kamen die Spielgruppen das erste Mal mit den Jahreszeiten in Kontakt. Lieder aus den einzelnen Jahreszeiten wollten gesungen, Frühlingszoombilder entschlüsselt, eine Tonne fürs Sommerlager gepackt und Krippenfiguren gebastelt werden und noch vieles mehr.
Dann endlich konnten die Zimmer des leicht verwinkelten Petershofs bezogen werden. Jetzt galt es noch schnell gemeinsame Lagerregeln zu finden, Vertreter der einzelnen Stufen für den Lagerrat zu wählen und sich schon mal ein paar Gedanken zu machen. Denn wer ist eigentlich Peter? Dieser Frage wurde im Laufe der Woche durch immer wieder neu erarbeitete Tipps nachgegangen. Nun konnten sich alle zum herbstlichen Abendessen mit Kartoffelsuppe und Würstchen, sowie Saltat und Obstsalat zusammenfinden. Am Abend gab es noch gemütliches Erzählen und Gesang zur Gitarre und auch eine Abendrunde durfte nicht fehlen, um diesen Tag zu beschließen.
Den nächsten Tag hatten die Rover, die älteste Stufe, fest im Griff. Den Winter läuteten sie bereits in ihrer Morgenrunde ein. Zunächst gab es ein bisschen Skigymnastik und beim anschließenden pantomimischen Vorstellen einiger Sportarten wurde es allen schnell klar: heute würde eine Winterolympiade stattfinden. Beim Frühstück konnten noch schnell die Energiereserven aufgefüllt werden und schon machten sich die einzelnen Nationen daran, ihre Hymnen zu dichten und Flaggen zu malen. Nach der feierlichen Entzündung des olympischen Feuers wurden diese dann in der Eröffnungsfeier vorgestellt. Pfadfindern, Unterhosien, Creaffie, We are Pfadfinder, Takkatukkaland, StarScouts, Entenhausen und Sternreich stellten sich anschließend in den etwas anderen Disziplinen Butterkekshausbauen, Schneemann aus Naturmaterialien bauen, Extreme-Christmas-Present-Suching und Weihnachtsbaum-Schmücking um den Sieger zu küren. Nachdem die Sieger ihre Medaillen um den Hals hängen hatten erlosch das olympische Feuer aber nicht die gute Laune. Beim winterlichen Abendessen mit Kässpätzle und Bratapfel wurde es schon richtig gemütlich. Diese besinnliche Stimmung konnte gut in die Abendrunde transportiert werden, die von den Rovern mit Kerzenlicht, Gesang, Chai und einer Weihnachtsgeschichte gestaltet wurde.
Am nächsten Morgen waren dann die Kleinsten, die Wölflinge an der Reihe. In ihrem Herbst machten wir uns alle auf eine Schatzsuche. Zunächst aber konnte man sich bei der Morgenrunde und einer Runde Herbst-Fetz noch mal so richtig aufwärmen. Bei verschiedenen Stationen wie Blätter zuordnen, in einem Laubhaufen blind Dinge ertasten, Herbstkreuzworträtsel lösen, Blättertransprot mit Strohhalm und Walnussschalen stapeln konnte man sich Buchstaben erarbeiten. Diese rasch zum Lösungswort zusammengesetzt erhielt jede Gruppe vom Schatzmeister einen Teil der Schatzkarte, die uns alle gemeinsam zum Goldschatz führte.
Schlag auf Schlag ging es dann nach dem Mittagessen mit den Jufis in den Frühling. Hier galt es wieder in Teams auf Eiersuche zu gehen. Bei Pantomime, Dosenwerfen, Schneemann bauen und Abendrundenpunkt gestalten häuften alle vier Gruppen die Eier an. Bei Lauchhackfleischsuppe konnten sich alle noch mal stärken bevor es sich in der Abendrunde dann zeigte, was man so alles aus den Begriffen Tulpe, Almauftrieb, Ostern, Lamm und Frühling machen kann: Hangman, zwei Theaterstücke und ein Gedicht. Zusätzlich wurden in der Abendrunde die Schneemänner verbrannt. Schließlich war der Frühling jetzt ja auch schon wieder zu Ende.
Der Sommer ging am nächsten Tag früh los. Die Pfadis machten sich im Strandoutfit auf zum Wecken. Mit dieser guten Laune aus dem Bett befördert begrüßten wir in der Morgenrunde Körper und Bäume um dann in einem groß angelegten Stationenspiel sommerliche Aufgaben zu bewältigen. Man musste schwimmen, Floße bauen, Eis schmelzen, Brücken bauen und Eingeborenenorte stürmen, Kleiderketten bilden, durch Mienenfelder gelangen, Schattenrisse erkennen, Bilder malen und noch vieles mehr. Zwischendrin gab es immer wieder kleine Motivationsschübe in Form von Eis. Vor der besinnlichen Abendrunde ging es dann noch zum Abendessen mit Maultaschen und Salat.
Nachdem wir jetzt schon ein ganzes Jahr in nur 3 Tagen erlebt hatten, stand der Samstag ganz im Zeichen des Stammes. Zunächst wurde wieder in kleineren Gruppen das Fest für den Abend vorbereitet, Feuerholz gesammelt und die Zeit mit den anderen genossen. Am Mittag gab es dann das erste Highlight. Die diesjährige Übergabe, der Wechsel der Ältesten einer Stufe in die nächst höhere Stufe, fand dieses Jahr auf dem Stammeslager statt. Bei unterschiedlichen Aufgaben konnte jede Stufe einen Teil von Baden-Powells Abschiedsbrief erhalten. Die Wölflinge mussten zusammenarbeiten, um alle zusammen ein Tuch umzudrehen, auf dem sie standen, die Jufis entdeckten die Natur an Spürpfaden, die Pfadis mussten mit wenig Material auskommen um ein Kastenfeuer zu bauen und die Rover mussten etwas für andere tun und begeisterten mit ihrem Improvisationstheater die Zuschauer. Nach der eigentlichen Übergabe blieb dann noch ein wenig Zeit bis zum Festmahl. Und wieder konnte uns das Kochteam überzeugen. Mit Hamburgern und Schokopudding hatten sie ganz unseren Geschmack getroffen. Der Festabend wurde dann noch lang, aber bei Kartenrutschspiel, Stratego im nachtdunklen Wald, Flüsterpost, Gameshow und Stockbrot sicher nicht langweilig.
Am Sonntag früh versammelten wir uns zum Gottesdienst. Unser Fest mit Gott wurde mit viel Gesang, der neuen Stammeskerze, Geschichten und Gedanken zum Umbruch in den Stufen nach der Übergabe gestaltet. Die schöne ruhige Stimmung konnte jeder mitnehmen als es dann leider schon wieder hieß: Putzen, Reflexion und Aufbruch nach Hause.
Wieder ist ein Stammeslager vorbei und jeder nimmt bestimmt so einige schöne Erinnerungen mit. Aber eines ist jetzt wohl wirklich allen klar: Pfadfinder ist unser Weg!

 

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