Auf der Lahn, in der Lahn und die Lahn um uns herum

Erschienen am 15. August 2006 in Berichte

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– Jufi-Sommerlager der Pfadfinder aus Leutershausen –

Getreu dem Motto von Baden-Powell: „Paddle your own canoe“ machten sich 22 wackere Jufis mit ihren 5 Leitern am 05. August auf den langen Weg ins Sommerlager. Zunächst mit dem Zug nach Marburg, von dessen Hauptbahnhof es dann auf kürzestem Weg zu Fuß zum ersten Zeltplatz ging.
Dort gab es erste Berührungen mit dem nassen Element – sowohl von unten als auch von oben.
Ausgeruht wie wir waren galt es am nächsten Morgen die Kräfte auszuloten. Trotz Fahranfängern auf dem Wasser hatten wir uns für den ersten Tag 20 Kilometer vorgenommen. Das bedeutete genug Zeit sich mit fast allen kleineren und größeren Problemen beim Kanu fahren vertraut zu machen. Gott sei dank schien die Sonne…
Am letzten Wehr trafen wir auf einen guten Geist, der uns bis zum nächsten Zeltplatz begleitete. Er wies uns auf die speziellen Eigenheiten in punkto Übernachtungsmöglichkeiten in unserem fernen und so unvertrauten Gastland Hessen hin, drückte dann aber doch ein Auge zu. An diesem Zeltplatz verabschiedeten wir uns vorerst von Tobi, für dessen Unterstützung wir uns hier nochmals bedanken wollen.
Am Montag paddelten wir dann nach 15 Kilometer über den Deich in den Dudenhofener See, an dem eine wunderschöne Badewiese mit Sandstrand auf unsere Crew wartete.
Am nächsten Tag hieß es: Action statt Romantik. Zum ersten Mal mussten Wehre nicht umtragen werden, sondern konnten gediegen und stressfrei auf den dafür vorgesehenen Bootsrutschen überbrückt werden- nahezu unfallfrei.
Nach diesen drei paddelintensiven Tagen kehrten wir Wasserratten für 24 Stunden an Land zurück. Dort konnte jeder den Schlampertag auf seine Weise voll auskosten…
Gleich am darauf folgenden Tag ging es wieder ab auf die Lahn, wo die einen mehr, die anderen weniger eine wasserdichte Tonne zu schätzen lernten. Auch den Regen und den kalten Wind konnten wir mit spontaner Ufergymnastik heil überstehen und verließen an diesem Tag den Fluss in Biskirchen.
Um die turbulenten Momente des Lagers besser verarbeiten zu können, verbrachten wir den letzten Tag mit Besprechen, Versprechen und Gitarrenklängen am Lagerfeuer.
Nach einer längeren Zugfahrt am kommenden Morgen konnten die Eltern ihre erschöpften aber glücklichen Jufis am 12. August endlich wieder in die Arme schließen.

Und die Moral von der Geschicht:
„Alles nass – was ein Spaß“

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